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Wo Popcorn machen in der Natur liegt

Im luzernischen Ettiswil entsteht Popcorn der besonderen Art: nachhaltig und in Handarbeit produziert und ausschliesslich mit natürlichen Zutaten.

In den hellen Produktionsräumen der Stiftung Brändi in Willisau sitzen 20 Menschen und füllen das Maya Popcorn in verschiedene Verpackungen ab. Eine Station weiter werden die Produkte etikettiert und datiert. Die körperlich und geistig beeinträchtigten Mitarbeiter der Stiftung machen diese Arbeit akribisch genau, man spürt ihren Ehrgeiz, perfekt zu sein.

Nachhaltigkeit für Natur und Mensch
Heute kaum zu glauben: Maya Popcorn ist in den 60er- bis 80er-Jahren gross geworden, als man Nature-Popcorn vor allem auch als Schlankheits-Mittel verkaufte. Nach diesem Trend ist die Marke eingeschlafen, bevor Marcel Willi sie 2007 erwarb. Mit der fettfreien Hot-Air-Technologie hatte der neue Inhaber ganz neue Ideen im Kopf. «Ich arbeitete in einem grossen Lebensmittelkonzern in den Bereichen Sales und Marketing. Aber mein Traum war immer, eines Tages Unternehmer zu werden.» Als sich die Chance bot, griff er zu und hatte eine klare Vision: Nachhaltig soll sein Popcorn sein, aber auch die Produktion – und zwar für die Natur und die Menschen. «Daher arbeiten wir mit der Stiftung Brändi zusammen. Und das mit Erfolg.»

Willi hat auch in der Produktion neue Wege eingeschlagen. «Ich wollte von Anfang an Premium-Popcorn herstellen.» Will heissen, es wird absolut natürlich produziert: ohne künstliche Aromen, Konservierungsmittel, Fette oder Palmfette. Für Maya Popcorn wird nur hochwertiges Sonnenblumenöl verwendet. Auch werden Zutaten wie Schokolade oder Caramel immer frisch zubereitet und dank Hilfe ausgeklügelter Technik mit den zuvor fettfrei aufgesprungenen Maiskörnern vermischt. «Das ist alles Handarbeit und sehr aufwendig – aber eben auch der schonendste Weg zu Top-Qualität.» Maya-Premium-Popcorn hat inzwischen Schule gemacht. Willi: «In anderen Ländern Europas folgen viele unserem Beispiel. Das macht mich stolz!»

Mais aus dem Nachbarland
Der Anbau von Popcorn-Mais ist in der Schweiz leider noch nicht geglückt. «Es gibt zwar Versuche, die Mais-Qualität entspricht jedoch noch nicht unseren Vorstellungen», erklärt Marcel Willi. Die Popcorn-Mais-Pflanze mag nur ein bestimmtes Klima und wächst in der Regel nur auf zirka 170 Metern über Meer optimal. Daher setzt Willi auf Mais aus dem nahen Frankreich, der garantiert frei von Gentechnik gewachsen ist. Im nahen Volg Ettiswil ist Maya Popcorn als «Feins vom Dorf»-Spezialität erhältlich und mittlerweile sogar in einigen weiteren Volg-Läden.

Die Aromen werden in Kupferkesseln zubereitet.

Das Popcorn wird in einem Riesensieb getrocknet und geschüttelt, damit keine Krümel oder gar ungepoppte Maiskörner zurückbleiben.

 

Sorgfältig wird jeder Behälter einzeln von Hand verpackt.

 

Choco und Salt: zwei der fünf Geschmackssorten von Maya Popcorn, die in Ettiswil und Willisau in Handarbeit hergestellt werden.

 

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