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Eigene Pasta aus eigenem Weizen

Aus Liebe zur Pasta wurde Familie Rüeger zu einem der wenigen Hartweizenanbauer in der Schweiz. Ihre speziellen Teigwaren sind im Volg Wil ZH eine beliebte «Feins vom Dorf»-Spezialität.

Konzentriert steht Valérie Rüeger in der unteren Küche ihres Hofes im zürcherischen Wil an der Pastamaschine und gibt in kleinen Mengen Wasser und Kurkumapulver in den Kneter. «Natürlich habe ich ein Grundrezept», erklärt sie, «aber das Mehl ist jeden Tag anders, je nach Klima. Da braucht es für die perfekte Konsistenz viel Fingerspitzengefühl.» Kurze Zeit später fallen die ersten gelben Radiatori aus der Maschine – eine der sechs Sorten ihrer Regenbogen-Pasta. Am Anfang der kulinarischen Erfolgsgeschichte aus Wil stand eine viel kleinere Pastamaschine, die Andi Rüeger seiner Frau Valérie schenkte. «Wir haben uns überlegt, was wir neben der Milch- und Mastwirtschaft auf dem Hof sonst noch produzieren könnten», erinnert sich der Bauer. So kam die Idee, es mit Teigwaren zu versuchen. Doch eines störte die beiden: Das dafür benötigte Hartweizenmehl wird grösstenteils importiert.

Erfolgreicher Hartweizenanbau
Doch Familie Rüeger wollten ein rundum regionales Produkt herstellen, und dafür gab es nur eine Lösung: Sie mussten den Hartweizen selber anpflanzen. Kein einfaches Unterfangen, denn es braucht den richtigen Boden und ein spezielles Mikroklima – nur wenigen Bauern gelingt der Anbau in der Schweiz. «Zum Glück sind wir hier mitten im Rafzerfeld», erklärt Andi Rüeger. So heisst die grösste Ebene des Kantons Zürich, die lange Zeit auch als begehrte Kornkammer galt. Die Kiesböden sind ausgezeichnetes Ackerland, das Klima ist perfekt. So perfekt, dass die erste Ernte der Familie Rüeger im Jahr 2017 alle Erwartungen übertraf. Drei Tonnen Hartweizen waren es damals, acht Tonnen sind es heute.

Hörnli, Fusilli und mehr ...
Die Kapazität der Pastamaschine reichte bald nicht mehr aus, um die Mischung aus Mehl, Griess und Dunst zu verarbeiten, das in einer benachbarten Mühle gemahlen wurde. Denn die handwerklich hergestellten Teigwaren fanden immer mehr begeisterte Kunden. Mit einer grösseren, professionelleren Maschine konnte Valérie Rüeger dann ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Safran-Fusilli, Steinpilz-Torchietti, Randen-Fusilli, Raps-Nüdeli oder Ziger-Hörnli sind nur einige der Spezialitäten, die die gelernte Köchin aus heimischen Zutaten herstellt. Dabei kommt auch Wilemer Elefantenknoblauch zum Zug und selbst der im Rafzerfeld angebaute Rotwein. «Doch der absolute Renner ist die Regenbogen-Pasta», erklärt die Pasta-Meisterin stolz. Ein farbenfroher Mix, den man auch im Volg Wil gleich vis-à-vis vom Bauernhof als «Feins vom Dorf»-Spezialität erhält.

www.hartweizen.ch

Farben aus der Natur: Spinat färbt Nudeln grün, Kurkuma Radiatori gelb, getrocknete Blüten der Schamblume sind für das Blau verantwortlich. Alle Teigwaren der Familie Rüeger werden aus selbstangebautem Hartweizen in der eigenen Pastafabrik produziert und natürlich gefärbt.

 

Die Regenbogen-Pasta aus Hartweizenmehl ist im Volg Wil als «Feins vom Dorf»-Spezialität erhältlich. Die Pasta der Familie Rüeger ist eine von rund 10 000 «Feins vom Dorf»-Spezialitäten. «Feins vom Dorf» hält, was der Name verspricht: Die Produkte sind nur im Volg im jeweiligen Dorf oder Nachbardorf erhältlich. Entdecken Sie die «Feins vom Dorf»-Spezialitäten in Ihrem Volg!

 

 

 

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