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Mit viel Engagement für einen Volg im Dorf

Die Bewohner des schmucken Bergdorfs Binn VS wurden aktiv, als der einzige Lebensmittelladen vor Ort schloss. Umso glücklicher sind sie jetzt mit ihrem Volg.

Olga Imhof bringt auf den Punkt, was viele im Oberwalliser 140-Seelen-Dorf Binn denken: «Ein Dorf ohne Dorfladen ist kein Dorf.» Insbesondere dann, wenn die nächste Einkaufsmöglichkeit eine halbe Autostunde entfernt liegt. Als der Lebensmittelladen im Bergdorf im Februar 2018 schloss, wurden Gemeinde und ihre Bewohner aktiv. Mit Erfolg – der Laden wurde lückenlos als Volg weitergeführt. Die Dorfbewohner sind froh um den Laden mit seinem Sortiment für den täglichen Bedarf und den lokalen «Feins vom Dorf»-Spezialitäten. Die meisten kaufen jeden Tag im Dorfladen ein – so ist er auch zu einem Treffpunkt geworden. «Gerade für die nicht motorisierten älteren Leute ist der Volg ein Segen», sagt Gemeindeschreiber Manfred Imhof.

Grösstmögliche Flexibilität
Ladenleiter Stéphane Voné freut sich, dass sein Dorfladen derart gut läuft und er auf die Binner als treue Kunden zählen kann. Besonders sagt ihm zu, dass er durch die auf Kleinflächen zugeschnittene Logistik auch Kleinstmengen bestellen kann. «Ich kann beispielsweise nur zwei Broccoli oder eine Packung Kotelettes bestellen. So ist immer alles topfrisch», erklärt er. Zudem kann Voné im Sommer sein Angebot und die Öffnungszeiten auf die Bedürfnisse der Feriengäste ausweiten. Volg macht diese Flexibilität möglich.

Dankbar für die nahe Einkaufsmöglichkeit

«Ich gehe wann immer möglich auf Kundenwünsche ein ­­– sodass sie bei mir finden, was sie brauchen.»

Stéphane Voné, Ladenleiter Volg Binn

«Wenn es unseren Dorfladen nicht mehr gäbe, würde ich mir überlegen, von Binn wegzuziehen. Wir empfehlen auch unseren Feriengästen, in unserem Volg einzukaufen.»

Olga Imhof, Rentnerin

«Ich habe kein Auto mehr und bin sehr froh um den Volg. Ansonsten müsste ich mit dem Postauto nach Fiesch fahren. Für einen Einkauf würde ich so mindestens zwei Stunden benötigen.»

Bruno Böhler, Rentner

«Ab und zu gehe ich für meine Mutter im Volg einkaufen. Vom Sackgeld kaufe ich mir am liebsten Kaugummis.»

Benjamin Peter, Schüler

«Meine Frau erledigt alle Einkäufe hier im Dorf. Wenn wir den Volg nicht hätten, müsste ich alles besorgen, da ich in Fiesch arbeite. Das wäre ein enormer Mehraufwand und wir müssten uns umorganisieren.»

Markus Schmid, Elektromonteur

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