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Aus Liebe zum Dorf, wo sogar Rasenmähen Spitzensport ist.

Film ab für unsere Dorfgeschichte aus Oberiberg, SZ.

Martina Marty im Wettkampf in Frutigen: Die Regeln sind einfach. So schnell wie möglich einen Streifen von 20 Metern Länge mit der Sense mähen. Wer sich schon einmal selber an einer Sense versucht hat, weiss, dass das nicht ganz einfach von der Hand geht.

Für Martina Marty ist Handmähen mehr als nur Sport und Siegerkranz-Ernte. Für sie ist der gesellige Austausch und die Verbundenheit mit der Natur genauso wichtig. In der Schweiz gibt es drei Vereine mit rund 300 Aktiven, die mit Martina Marty die Leidenschaft für den traditionsreichen Sport teilen. Im Bild: Das Schweizer EM-Kader 2019, hier an der 24. Berner Handmähmeisterschaft in Frutigen.

Martin Grab ist Martinas Vater, Trainer und Servicetechniker. Als Bauer hat er das Handmähen im Blut und konnte Martina Marty schon von früh auf für den Sport begeistern. Er schaut, dass die «Sägeze» (Sense) «hauig» (scharf) ist und der «Worb» (Stiel) perfekt auf die Körpergrösse seiner Tochter abgestimmt ist. Im Verhältnis zum überlangen «Blatt» (Klinge) fällt er bei der Wettkampfsägeze auffällig kurz aus. Das hilft, flink aus der Hocke mehr Gras in einem Schwung abzumähen.

Mäht man mit zu viel Schwung, droht das eine oder andere Büschel Gras ungeschoren unter der Klinge durchzurutschen. Im Handmähjargon sagt man dazu «einen Schnauz stehen lassen». Ein Schnauz gibt eine Zeitstrafe und kann einen sauber herausgemähten Vorsprung wieder zunichtemachen.
Denn beim Handmähen gewinnt, wer nicht nur schnell, sondern auch sauber mäht.

«Gäbig» wie der elterliche Hof als Trainingsort für Martina Marty ist auch der Volg Oberiberg. Denn hier, am unteren Ende einer weitläufigen Wiese, hat das Dorfleben seinen veritablen Dorfplatz gefunden. Kein Wunder weiss auch Ladenleiterin Martina Kryenbühl Bescheid über die sportlichen Erfolge, die man auf den Feldern rund um Oberiberg feiert.

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