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Aus Liebe zum Dorf, wo im Verein alle am selben Strick ziehen.

Ein Anker-Mann wie Mathias Schärer ist das, was der Name sagt: Wie ein Anker, umschlungen vom Tau, unterstützt er die Mannschaft am Seilende.

Damit das Seil sauber bleibt, erfordert auch das Aufräumen Teamgeist.

Michelle Marti ist begeisterte Seilzieherin im Seilziehclub Waltenschwil-Kallern und im zweiten Lehrjahr zur Detailhandelsassistentin bei Volg. Nach der Arbeit freut sie sich jeweils auf das Training und Ihre Teamkameraden.

Bei der Kategorie Mixed sind Männer und Frauen gemischt. Einzige Bedingung: Pro Seite 590 Kilogramm Gesamtgewicht.

Ertönt im Aargauer Bezirk Muri ein kräftiges «Hösch», ist klar: Der «Seilziehclub Waltenschwil-Kallern» spannt wieder das Tau. Hier hat die Randsportart eine lange Tradition und ist eine Grösse im Vereinssportleben. «Bei Plauschturnieren wurden die Dorfbewohner von der Begeisterung des Seilziehens gepackt, so wurde 1977 unser Verein gegründet.» erzählt Mitglied Thomas Emmenegger. Der Verein zählt aktuell rund 70 Mitglieder – davon 20 Aktive.

Alles hat ein Ende, nur das Seil hat zwei

Zweimal pro Woche trainiert der Verein im neuen Trainingsunterstand, der 2019 erstellt wurde. Seilziehen als Sport ist weit mehr als nur von beiden Seiten das Tau zu ziehen. Es erfordert Disziplin und Ehrgeiz die Balance aus Timing, Kraft und Strategie einzusetzen. Neben Ausdauertraining stehen das Grundmuskel- und vor allem das Rückenmuskeltraining im Fokus. Auch beim Seilziehen selbst gibt es Regeln. Anstatt «Achtung, fertig, los» heisst es hier «Seil auf – spannen – bereit – Pull!». An beiden Enden des Taus treten dann zwei Teams von je acht Personen kräftig auf den Boden. Der Ausruf «Hösch» - der übrigens weltweit beim Seilziehen verwendet wird – gibt den Takt an.

Selbst ist der Verein

Für diesen Sport sind ein Ziehtau aus Naturfasern und stabile Schuhe das wichtigste. Die Herstellung des Spezial-Schuhwerks nimmt der «Seilziehclub Waltenschwil-Kallern» gleich selbst in die Hand. Sie entfernen von Eishockeyschlittschuhen die Kufen und verleihen ihnen aus dicken Metallplatten eine glatte Sohle, denn Profil ist beim Seilziehen streng verboten! Das Seilziehen mit allem Drum und Dran, hat auch Michelle Marti, gepackt. Sie ist im Volg Waltenschwil im zweiten Lehrjahr zur Detailhandelsassistentin. In den Fussstapfen ihrer Brüder hat sie mit dem Seilziehen angefangen und seit einem Jahr darf sie sich zu den Mitgliedern des «Seilziehclubs Waltenschwil-Kallern» zählen. «Es ist einfach ein toller Sport. Und unser Club ist mit so viel Leidenschaft dahinter», schwärmt sie und freut sich schon auf das Training nach der Arbeit im Volg.

Aus Liebe zum Dorf

«Aus Liebe zum Dorf» ist Volg rund 600 mal im Dorf daheim. Wie der Volg ein Treffpunkt ist beleben Vereine das Dorf auf wertvolle Weise. Einige der vielen Schweizer Vereine und ihre Mitglieder stehen deshalb dieses Jahr im Zentrum unserer Werbung. Die Vereinsgeschichten dazu erzählen wir Ihnen regelmässig im «Öise Lade».

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