Suchen

Aus Liebe zum Dorf, wo es im Verein eine klare Hackordnung gibt.

Der «Geis Axemen Club» zeigt vier von sechs Wettkampf-Disziplinen der sogenannten Stihl Timbersport Series: Standing Block Chop (l.), Underhand Chop (M.), Springboard (hinten, r.), Single Buck (vorne, r.)

Christophe Geissler zeigt das Springboard, die Königsdisziplin im Sportholzfällen.

Die Äxte bestellt der Club in Neuseeland, eines der Länder, wo das Sportholzfällen seinen Ursprung hat.

Sportholzfällen fördert Zusammenhalt, Kameradschaft und Disziplin. Im Vordergrund zwei Holzblöcke des Underhand Chop.

Louis Ginier ist mit 16 Jahren der Jüngste im Club.

Um im Sport Bestleistungen zu erbringen, ist neben dem richtigen Training auch die Ernährung wichtig. Igor Djokic, Ladenleiter im Volg Muraz, geniesst nach dem Sport gerne ein feines Nudelgericht.

Normalerweise müssen sich die Mitglieder des «Geis Axemen Club» den Baumstamm nicht teilen. Für dieses Bild machten sie aber gerne eine Ausnahme.

«Ich liebe den Duft von Holz», sagt Christophe Geissler (47) und holt eine 1.85 Meter lange, neun Kilo schwere Handsäge aus ihrer Schutzhülle. Seit 25 Jahren ist Holz für den Förster und dreifachen Vater auch ein Hobby. Mit Handsäge, Axt und Kettensäge, heimst er bei Wettkämpfen Trophäen und Titel ein – 2020 den Zehnten als Schweizer Meister! 2013 gründete Christophe Geissler den «Geis Axemen Club», der heute 15 Mitglieder zählt: keine kernigen Kerle mit Vollbart, sondern holzbegeisterte, handwerklich begabte Jugendliche. Nachwuchsförderung liegt Christophe Geissler am Herzen. Genaugenommen ist es ein «Axe(wo)men Club», hacken und sägen doch auch seine Frau Johanne (49) und zwei Töchter mit. Als gelernter Metallarbeiter sorgt sein Vater Maurice Geissler (75) im Club für scharfe Klingen.

Aus harter Arbeit wird Sport

Amerika, Kanada, Australien und Neuseeland gelten als Ursprungsländer des Sportholzfällens. Seit 2003 gibt es Wettkämpfe in der Schweiz. Christophe Geissler überprüft seine 8000 Franken und 27 Kilo schwere «Monster» – eine «Stihl»-Kettensäge. Kurz darauf ertönt ohrenbetäubender Lärm, die erste Holzscheibe fällt. «Hot Saw», das Sägen von drei sogenannten «Cookies» in maximal sieben Sekunden ist eine von sechs Disziplinen im Sportholzfällen. Zwei erfolgen mit der Ketten-, eine mit der Handsäge und drei mit der Axt.

Nüsse für «Birne» und Balance

Spektakulär ist die Disziplin «Springboard»: Durch das Schlagen von Kerben sind zwei Trittbretter in einen senkrecht verankerten Holzstamm zu rammen. Ziel ist, in 2.80 Metern Höhe den auf der Spitze montierten Holzblock von 27 Zentimetern Durchmesser zu durchschlagen. Das erfordert Tempo, Konzentration und eine gute Balance. Dafür braucht es die richtige Verpflegung und genug «Hirnfutter» um das sich Johanne Geissler kümmert. Nüsse und Trockenfrüchte kauft sie mit Vorliebe im nahen Volg Muraz VS. Ladenleiter Igor Djokic schätzt die nahrhafte Zwischenverpflegung ebenfalls: «Die Volg Nüsse und Trockenfrüchte sind bei unseren Kunden generell sehr gefragt.»

Aus Liebe zum Dorf

«Aus Liebe zum Dorf» ist Volg rund 600 mal im Dorf daheim. Wie der Volg ein Treffpunkt ist beleben Vereine das Dorf auf wertvolle Weise. Einige der vielen Schweizer Vereine und ihre Mitglieder stehen deshalb dieses Jahr im Zentrum unserer Werbung. Die Vereinsgeschichten dazu erzählen wir Ihnen regelmässig im «Öise Lade».

Das könnte Sie auch interessieren

Geben Sie ihren Suchbegriff oben ein und bestätigen Sie mit Return. Abbrechen mit Esc.