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Aus Liebe zum Dorf, wo ein Verein der Weltspitze davonfährt.

Kein Steinchen darf sich am Pneu festsetzen, darum werden sie nochmal gründlich abgewischt.

Der Dutt muss sitzen: Eine ordentliche Frisur gehört zum Kunstradfahren, wie die einheitlichen Kleider.

Auf ihrem Kunstrad haben die Cycling-Girls die Jahreszahlen ihrer grössten Erfolge verewigt.

«Es ist immer wieder aufregend, wenn ich den Artistinnen vor einem Wettkampf ofenfrische Gipfeli, Schoggimilch und ein ‹viel Erfolg› mit auf den Weg geben kann», freut sich die stellvertretende Ladenleiterin vom Volg Eschlikon, Marlene Bosshart.

Die Kunstradfahrer-Weltmeister kennen das Gefühl, auf dem Podest ganz oben zu stehen.

Die Kunstradfahrinnen aus Eschlikon Melanie Schmid (28) und ihre Schwester Jennifer Schmid (26), gründeten zusammen mit ihren Freundinnen Céline Burlet (26) und Flavia Zuber (25) den Verein «Cyclingformation». Das Zusammenspiel von Balance, Körperspannung und Teamgeist beherrschen die vier jungen Artistinnen so perfekt, dass sie achtfache Kunstrad-Schweizermeisterinnen sind und die Weltmeistertitel 2014, 2016 und 2017 gewannen. Auch halten sie bis heute den Weltrekord mit der höchsten Punktezahl an einem internationalen Wettkampf der 4er Kunstrad Elite.

«Konzentration und Vertrauen sind das A und O.»

Dass sie zu den Besten weltweit gehören, haben die sympathischen Frauen also schon öfters bewiesen. Was haben sie ihren Konkurrentinnen voraus? Jennifer erklärt, dass es nicht nur das nötige Körpergefühl braucht, sondern vor allem die Harmonie im Team stimmen muss. «Vertraut man den anderen blind, fällt es einem leichter, sich während der Kür zu konzentrieren und darauf zu verlassen, dass man einander auffängt und stützt, sollte doch mal ein kleiner Fauxpas passieren.»  Eine Kür dauert fünf Minuten. In dieser Zeit gilt es, 25 verschiedene Figuren zu zeigen. Kreativere, originellere Figuren geben mehr Punkte.

Vom Spitzensport ins Showgeschäft

Vom Spitzensport haben sich die Kunstradfahrerinnen – in den Medien oft «die golden Girls» genannt – 2018 verabschiedet. Heute geben sie ihre Erfahrung mehrmals pro Woche den Junioren im Training weiter und die Leidenschaft des Kunstradfahrens zeigen sie an Shows vor begeistertem Publikum. So können sie ganz ohne Wettkampfdruck ihren Vollzeitjobs oder -Studium nachgehen.

Im Volg Eschlikon bleiben die Erfolge der «Cyclingformation» auch für die stellvertretende Ladenleiterin Marlene Bosshart unvergessen. Sie ist seit siebeneinhalb Jahren im Dorfladen tätig und kennt somit auch alle ihre Kunden und erinnert sich: «Es war immer wieder aufregend, wenn ich den Artistinnen vor einem Wettkampf ofenfrische Gipfeli, Schoggimilch und ein «viel Erfolg» mit auf den Weg geben konnte.

Aus Liebe zum Dorf

«Aus Liebe zum Dorf» ist Volg rund 600 mal im Dorf daheim. Wie der Volg ein Treffpunkt ist beleben Vereine das Dorf auf wertvolle Weise. Einige der vielen Schweizer Vereine und ihre Mitglieder stehen deshalb dieses Jahr im Zentrum unserer Werbung. Die Vereinsgeschichten dazu erzählen wir Ihnen regelmässig im «Öise Lade».

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