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So gehoben und grosszügig leben Bienen nirgendwo sonst: Die bunt gestrichene Bienenvilla «Stichmeinnicht» aus den 1930ern ist der ganze Stolz von Imker Markus Gabriel. Seit seiner Kindheit fasziniert ihn das Schmuckstück – stand sie doch bei den Römerswiler Kindern in Verdacht, ein «Hexenhaus» zu sein.

Die Lage der Villa liefert das perfekte Jagdrevier für die Römerswiler Bienen. Sowohl der Wald als auch satte Wiesen sind in unmittelbarer Nähe, sodass die Arbeiterinnen beim Sammeln nicht weit fliegen müssen. Doch was gut ist für die Bienen, bedeutet viel Arbeit für Imker Gabriel. Regelmässig reinigt er das Dach der Villa von heruntergefallenem Laub.

Knapp eine Million Bienen schwirren in der Villa «Stichmeinnicht» umher. Regiert werden sie von 12 Königinnen, die je einen Hofstaat von ca. 70’000 Bienen um sich scharen. Um die Bienen von sich fernzuhalten, greift sogar Nichtraucher Gabriel zur Zigarre.

Das Grundstück mit der Villa «Stichmeinnicht» ist seit gut 500 Jahren im Besitz der Familie von Robert Baumli. Doch Baumli selber lebt seine Liebe zum Honig lieber in der Küche aus – zum Beispiel in Form ausgefallener Honig-Desserts, mit denen er die Gäste seines Restaurants Liebhaberei überrascht. Das Imkern hat er ganz seinem langjährigen Freund Markus Gabriel anvertraut.

Zehn Kilogramm frischen Honig hat Imker Gabriel in den Volg Römerswil geliefert. Das entspricht etwa der Jahresproduktion eines seiner Bienenvölker. Im Volg wird sein Honig als «Feins vom Dorf»-Spezialität verkauft – «je nach Saison und Verfügbarkeit», wie Ladenleiterin Susanne Blättler erzählt. Denn das süsse Gold ist bei ihren Kundinnen und Kunden so beliebt, dass der Volg Römerswil Honig von verschiedenen Produzenten aus dem Dorf und seinen Nachbardörfern im Sortiment führt.

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