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Aus Liebe zum Dorf, wo das Vereinsleben unterirdisch ist.

Fidel Hendry ist Co-Präsident des Vereins und treibende Kraft bei den Höhlenbegeisterten aus Ennetbürgen NW.

Beim Höhlenforschen gilt: Sicherheit zuerst. Dazu zählt auch, niemals alleine in eine Höhle steigen.

Sandra Durrer ist seit 2019 Ladenleiterin im Volg Ennetbürgen. Sie ist froh, dass sie die Vereinsmitglieder überirdisch bei ihr im Dorfladen begrüssen darf und sie sich nicht selbst in enge Höhlen begeben muss.

Mitten im Wald auf dem Bürgenstock öffnet sich die Erde. Was die Höhlen der Region verbergen, wird von der Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden NW erforscht.

Wer einmal auf dem Bürgenstock war, kennt das atemberaubende Panorama. Doch ein paar abenteuerlustige Nidwaldner sind von der Welt im Inneren der Berge fasziniert. Sie gründeten 2004 die Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden, in der sich knapp 30 Mitglieder – 15 davon aktiv – das Interesse an verborgenen Spalten und Höhlen teilen. «Mitmachen kann bei uns jeder. Praktischerweise sind es Geologen, die das Innenleben der Höhle erforschen, oder Bauerbeiter, die gut Löcher für die Kletterseile in die Wände bohren können.», erklärt Fidel Hendry, Co-Präsident des Vereins, der selbst schon über 20 Jahre Höhlen erforscht hat.

Vorbereitung ist das A und O

Das Höhlenforschen ist ein zeitintensives Hobby, weiss Fidel Hendry. Der Einstieg in die Höhle muss gut vorbereitet sein und vor Ort wird die Oberfläche beim Eingang genau untersucht, um zu prüfen, ob er verschüttet werden kann oder die Höhle einsturzgefährdet ist. Auch Pläne müssen gezeichnet werden. Ist man aber einmal drinnen, wird man für die Mühe belohnt. Eine faszinierende Welt voller untentdeckter und unberührter Dinge, warten darauf erforscht zu werden.

Höhlen sind für die Klimaforschung wichtig, denn die Steine sind wie Archive und in Tropfsteinhöhlen, welche oft bis zu einer Million Jahre alt sind, kann das Klima bis zu 1000 Jahre zurück erforscht werden.

Modernes Hobby im Urgestein

Das Höhlenforschen ist seit 100 Jahren populär, wodurch viele der Höhlen geschützt und erhalten blieben. Auf uralte Tierskelette und Knochen zu treffen ist keine Seltenheit. Aber nicht nur das macht das unkonventionelle Hobby zu einem richtigen Knochenjob. «Nach der ersten Höhlenexkursion ist ein dreitägiger Muskelkater garantiert.», weiss Fidel Hendry.
Sandra Durrer, ist seit 2019 Ladenleiterin im Volg Ennetbürgen. Sie findet besonders spannend, dass die Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden ein ausgefallenes Hobby teilt. Trotzdem ist sie froh, dass sie die Vereinsmitglieder überirdisch bei sich im Dorfladen trifft, wenn sie ihren Proviant bei ihr einkaufen und sie sich nicht selbst in enge Höhlen begeben muss.

Aus Liebe zum Dorf

«Aus Liebe zum Dorf» ist Volg rund 600 mal im Dorf daheim. Wie der Volg ein Treffpunkt ist beleben Vereine das Dorf auf wertvolle Weise. Einige der vielen Schweizer Vereine und ihre Mitglieder stehen deshalb dieses Jahr im Zentrum unserer Werbung. Die Vereinsgeschichten dazu erzählen wir Ihnen regelmässig im «Öise Lade».

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