
Seit über 115 Jahren steht der Name Kambly für feinstes Biscuit-Handwerk aus dem Emmental. Das Kambly Bretzeli ist das erste Produkt des Hauses. Dania und Nils Kambly führen den Betrieb in vierter Generation. Wie viel Schweiz im berühmten Biscuit steckt.
Dania Kambly, was zeichnet das Kambly Bretzeli aus?
Es ist ein besonders feines und doch einfaches Biscuit, das zum Kaffee, als Dessert oder Geschenk passt. Fast alle Schweizerinnen und Schweizer kennen es und haben es gern.
Der Anfang der Bretzeli ist eine Liebesgeschichte.
Ja, mein Urgrossvater kam wegen seiner zukünftigen Frau nach Trubschachen. In der Dorfbäckerei machte er seine Lehre als Bäcker-Konditor und begann, Bretzeli zu backen. Sie wurden so beliebt, dass er 1910 mit seinem Bruder die Fabrik gründete. Das Bretzeli war das erste Produkt und prägt uns bis heute: Es macht einfach Freude!
Stammt das Bretzeli-Rezept tatsächlich aus der Familie?
Ja, es geht vermutlich auf die Grossmutter meines Urgrossvaters zurück. Er hat es jedoch weiter verfeinert, seitdem ist es das unveränderte Original. Heute kennen es unsere Bäckerinnen und Bäcker sowie die Entwicklungsabteilung. Die Zutaten sind auf der Verpackung deklariert.
Das Geheimnis liegt, wie so oft, in der Machart.
Wie viel Schweiz steckt im Bretzeli?
Ganz viel: Das Mehl kommt aus der Dorfmühle. Ein Handschlag zwischen den Familien Haldemann und Kambly gilt seit vier Generationen. Die Butter kommt aus der Dorfkäserei, nur 200 Meter entfernt. Die Eier stammen aus lokaler Freilandhaltung.
Welche Rolle spielt Tradition bei Kambly?
Eine sehr grosse. Wir stehen zur Gründervision: feinster Geschmack ohne Kompromisse. Wir sind ein Familienunternehmen und fühlen uns auch wie eine sehr grosse Familie mit unseren 445 Mitarbeitenden. Wir alle machen mit Herzblut und Leidenschaft jeden Tag tolle Produkte.
Wie wird bei Kambly das Thema Nachhaltigkeit gelebt?
Für uns bedeutet Nachhaltigkeit neben den ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten vor allem auch, in Generationen zu denken und nicht nur von Jahr zu Jahr. Wir nehmen unsere Verantwortung für die Region und die Menschen hier wahr.
Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit Volg?
Als sehr verbunden. Volg ist nahe bei den Menschen – so wie auch wir nahe an unseren Rohstoffen, unseren Produzenten und unserer Tradition sind. Diese Bodenständigkeit verbindet uns.
Heute gibt es neben dem Klassiker auch das Bretzeli au Chocolat. Wie kam’s dazu?
Bretzeli und Schoggi, das passt einfach. Die Frage war mehr, wie wir die Schokolade auf die richtige Weise mit dem Biscuit «vermählen», damit das Biscuit genauso gut wird, wie man es von Kambly erwartet.
Wie geniessen Sie das Bretzeli am liebsten?
Ich stecke es gerne oben auf ein selbstgemachtes Dessert. Oder ich nehme es auf einer Wanderung aus dem Rucksack und geniesse es mit wunderbarer Aussicht.
Titelfoto: Dania Kambly in der Erlebniswelt in Trubschachen, wo man tiefer in die Geheimnisse der Bretzeli eintauchen kann. Wie sie genau hergestellt werden, bleibt allerdings geheim.

Kambly Bretzeli Original aus Trubschachen BE
1906 übernahm Oscar R. Kambly im Emmentaler Dorf Trubschachen die Bäckerei seines ehemaligen Lehrmeisters. Vier Jahre später legte er den Grundstein des Unternehmens und lancierte eine einzigartige Schweizer Erfolgsgeschichte. In Trubschachen sind heute 445 Mitarbeitende tätig. Dania Kambly ist Verwaltungsratspräsidentin und führt das Unternehmen zusammen mit ihrem Ehemann Nils Kambly. Neben den klassischen Bretzeli ist im Volg auch das Bretzeli au Chocolat erhältlich.