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«Wir befüllen die Chlaussäcke mit viel Freude»

Bei der Brühlgut Stiftung in Winterthur arbeiten Menschen mit körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen. Sie befüllen die Chlaussäcke, die rechtzeitig vor dem Samichlaustag im Volg erhältlich sind. Ein Auftrag, der Freude macht, erzählt Teamleiter Jonas Boller. 

Jonas Boller, im dritten Jahr in Folge ist die Brühlgut Stiftung für das Befüllen der Volg Chlaussäcke verantwortlich. Was bedeutet dies für die Mitarbeitenden?
Es ist eine schöne Arbeit, die unseren Mitarbeitenden sehr gefällt. Nur schon der Duft der Erdnüsse weckt vorweihnachtliche Gefühle. Toll ist auch, dass das fertige Produkt am Schluss im Volg zu sehen ist. So etwas macht natürlich grosse Freude.

Wie viele Chlaussäcke werden bei Ihnen jeweils befüllt?
In diesem Jahr sind es total 11 520 Stück. In der Regel sind bei uns etwa 10 bis 12 Personen am Werk, die etwa 1000 Säcke pro Tag befüllen.

Wie läuft das genau ab?
Es steckt ziemlich viel Organisation dahinter. Die einzelnen Komponenten wie Erdnüsse, Schokolade, Biber und die Süssigkeiten erhalten wir direkt von Volg. Sie kommen also ganz aus der Nähe und in wiederverwendbaren Plastikgebinden zu uns.

Und dann nimmt sich jeder Mitarbeitende ein leeres Säckli und befüllt es?
Nein, wir bauen eine Fachstrasse mit verschiedenen Positionen auf. So haben alle Mitarbeitenden unterschiedliche Aufgaben vom Befüllen bis zum Verdrehen der Plombe.

Wie stellen Sie sicher, dass überall gleich viele Nüsse drin sind?
Das wird natürlich abgewogen. Unsere Waagen haben Farbdisplays. So können auch Menschen, die Zahlen nicht so gut lesen können, exakt damit arbeiten.

Welche Mengen an Nüssen und Schokolade landen schlussendlich in den Säcken?
Rund 2000 Kilogramm Erdnüsse und 2100 Kilogramm Schokolade. Dazu kommen Biber, Maoam und Gummibärli- Päckli. Wir befüllen Chlaussäcke für alle Volg-Läden.

Wie wird bei Ihnen entschieden, wer bei diesem Auftrag mitarbeiten kann?
Wir kommunizieren jeweils frühzeitig, was für Aufträge anstehen. Dann sagen wir den Mitarbeitenden: «Hey, jetzt haben wir dann dieses oder jenes Projekt, könntest du dir vorstellen, da mitzumachen?» Und manche melden sich dann bereits sehr zeitnah, dass sie Interesse haben, während des ganzen Auftrags dabei zu sein. Das ist der Idealfall. 

Arbeiten denn meistens dieselben Menschen an diesem Projekt mit?
Sehr oft schon. Schliesslich ist das Befüllen und Verpacken der Chlaussäcke eine erfüllende Arbeit, die stolz macht. Wir haben zum Teil sehr langjährige Mitarbeitende. Manche sind schon seit 30 oder 35 Jahren bei uns. Sowieso geht es bei uns sehr familiär zu und her. Es kennen sich fast alle mit Namen.

Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit Volg?
Es macht Spass, mit Volg auf diese Weise zusammenzuarbeiten. Wir haben eine gute, unkomplizierte Geschäftsbeziehung.

Titelfoto: Jonas Boller ist dank der Volg Chlaussäcke zünftig in Weihnachtsvorfreude. Er ist Teamleiter und arbeitet seit 15 Jahren für die Brühlgut Stiftung.

Volg Chlaussäcke der Brühlgut Stiftung in Winterthur ZH
Die Brühlgut Stiftung wurde 1979 in Winterthur gegründet und begleitet Menschen mit Beeinträchtigung in allen Lebensbereichen. An verschiedenen Standorten in Winterthur bietet die Stiftung 320 Arbeits- und Beschäftigungsplätze und 130 Plätze in verschiedenen Wohnformen an. Rund 380 Fachpersonen sowie 40 Lernende sind hier tätig. Für ihre Kunden übernimmt die Brühlgut Stiftung vielfältige Dienstleistungen von Verpackungsarbeiten über Gartenpflege bis hin zu Catering-Services.

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