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«Volg ist und bleibt ein Dorfladen für den täglichen Bedarf»

Ein erfolgreiches Geschäftsjahr, ein neuer Auftritt für die Volg-Marke und ein Wettbewerb für Vereine mit überwältigender Resonanz: 2021 schrieb einiges Volg-Geschichte. Philipp Zgraggen, Vorsitzender der Volg-Geschäftsleitung, über das Einkaufen im Volg heute und in Zukunft.

Herr Zgraggen, wenn Sie sich das Volg-Jahr 2021 nochmals als Film anschauen könnten: Wo stoppen Sie den Film, um den Moment nochmals zu erleben?
Philipp Zgraggen (überlegt): Da gäbe es einige Momente. Einer wäre jener im Februar, als die ersten Produkte der «Volg-Marke» im neuen Design in die Läden kamen. Wir haben rund ein Jahr intensiv am Neuauftritt unserer Eigenmarkenlinie gearbeitet. Dahinter steckt mehr als nur ein moderner optischer Auftritt.

Was zum Beispiel?
Es wurden viele Rezepturen verbessert. Neu setzen wir vermehrt Rohstoffe aus nachhaltiger Produktion oder einheimische Fette statt Palmöl ein. Der Anteil Schweizer Produkte ist zudem nochmals gestiegen. Auch sind mehr Produkte in IP-Suisse- und Bio-Qualität erhältlich. Mittlerweile führen wir insgesamt rund 300 nachhaltige Artikel im Sortiment.

Erfährt das Volg-Sortiment gerade einen grundlegenden Wandel?
Nein. Volg ist und bleibt ein Dorfladen für den täglichen Bedarf. Das Sortiment ist so ausgerichtet, dass die Bewohner ihr Dorf nicht verlassen müssen, um die für ihren Alltag wichtigen Besorgungen zu tätigen. Das Sortiment wird aber kontinuierlich nachhaltiger.

Es täuscht also nicht, dass man nachhaltige Labels wie den Marienkäfer von IP-Suisse beim Einkaufen im Volg vermehrt sieht.
Ja, gerade der erwähnte Marienkäfer hat deutlich an Präsenz gewonnen. Wir wollen nachhaltige Rohstoffe und Erzeugnisse, die nach Richtlinien von IP-Suisse produziert werden, gezielt fördern. Bei wichtigen Landwirtschaftsprodukten wie Frischmilch, Rüebli, Kartoffeln und Zwiebeln haben wir bereits auf IP-Suisse umgestellt.

Was macht das Volg-Sortiment noch speziell?
Nachhaltigkeit zeichnet sich ja nicht nur durch Label und Gütesiegel aus. Kurze Transportwege sind ebenfalls ein Beitrag für die Umwelt. In jedem Volg sind lokale «Feins vom Dorf»-Spezialitäten erhältlich, die vom Produzenten im Dorf oder Nachbardorf persönlich geliefert werden. Dazu ist der Anteil Schweizer Produkte in unseren Läden überdurchschnittlich hoch. Über 75 Prozent des Umsatzes erzielen wir mit einheimischen Erzeugnissen. Auch hier sind wir stets bestrebt, den Anteil weiter zu steigern.

Würden Sie auch die Zahl Volg-Läden gern steigern?
Mehr Läden wünsche ich mir natürlich immer (schmunzelt). Wir bauen unser Verkaufsstellennetz kontinuierlich aus und es wird wie 2021 auch im Jahr 2022 Eröffnungen neuer Standorte geben. Ebenso wichtig ist für mich jedoch die Modernisierung von bestehenden Läden. Für Neu und Umbauten haben wir erneut einen Betrag von rund 30 Millionen Franken vorgesehen. Denn das Wichtigste ist, dass die Kunden sich beim Einkaufen wohlfühlen.

Was wird bei Ladenumbauten verändert?
Das können neue, moderne Kühlregale sein, aber auch Optimierungen, die nicht sofort ersichtlich sind, wie energiesparende Konzepte bei Kühlsystemen oder der Beleuchtung. Alles in allem wollen wir unseren Kunden gepflegte, zeitgemässe Dorfläden bieten, die den heutigen Einkaufsbedürfnissen entsprechen.

«Zeitsparendes Einkaufen in überschaubaren Läden ist heute ein wichtiges Kriterium.»

Wie kauft man heute am liebsten ein?
Faktoren wie Nähe, attraktive Öffnungszeiten und freundliche Mitarbeitende haben einen hohen Stellenwert. In der hektischen Zeit ist dazu zeitsparendes Einkaufen in überschaubaren Läden ein wichtiges Kriterium. All dem werden wir mit unseren Dorfläden gerecht. Das vermehrte Arbeiten im Homeoffice hat das Einkaufen im Wohnort oder Ferienort noch beliebter gemacht.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt 2021?
Der im Frühling erstmals durchgeführte Volg-Vereinswettbewerb. Er hat meine Erwartungen deutlich übertroffen. Mich beeindruckt immer noch tief, wie viele Menschen sich im Verein für das Dorfleben engagieren. Es war eine grosse Freude, Teil dieses Vereinslebens sein zu dürfen, und ich bin stolz, dass einige Wettbewerbsgewinner unsere Werbekampagne 2022 prägen werden.

«Unsere Kundinnen und Kunden sind das Wichtigste überhaupt.»

Ihr Wunsch für 2022?
Unsere Kundinnen und Kunden weiterhin fürs Einkaufen im Dorf zu begeistern. Sie sind das Wichtigste überhaupt. Ihnen gebührt daher mein grösster Dank. Wir möchten unseren Kunden mehr bieten als «nur» einen Einkaufsort. Bereits 400 mal kann man im Volg seine Postgeschäfte erledigen, man kann in den meisten Läden über die App «Too Good To Go» Lebensmittel retten und an jeder Kasse Bargeld beziehen. Weitere solcher Mehrwerte zu schaffen, ist uns in Zukunft ein grosses Anliegen. Unseren Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gesundes neues Jahr und freue mich, sie zu unseren Kunden zählen zu dürfen.

Zur Person
Philipp Zgraggen (geb. 1973 in Bern) ist seit September 2018 für Volg tätig und übernahm per 1. September 2019 den Vorsitz der Geschäftsleitung. Er wohnt im Kanton Aargau, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Der Einkauf im Volg gehört für ihn von Kind auf zum Leben – früher nach der Schule zum «Chrömle», heute im Familienalltag.

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