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Öisi Umwält: Helfen, wo Hilfe nottut

Armutsbetroffene Menschen gibt es auch in der wohlhabenden Schweiz. Daher spendet Volg einen wesentlichen Teil der Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, an karitative Organisationen.

Ein Mitarbeiter im Lager der Volg-Verteilzentrale Winterthur nimmt den Kopfsalat, entfernt die äusseren Blätter und legt ihn in die Kiste. Die Ware ist nicht mehr ganz frisch, und aussen sind die Blätter etwas welk. Der Salat hat aber immer noch ein sattes Grün und lässt sich natürlich bedenkenlos verzehren. Neben ihm prüft seine Arbeitskollegin einige Bananen und packt sie zum Salat. Die gelben Früchte mögen zwar einige braune Flecken haben, doch das mindert den Geschmack nicht. Im Gegenteil: Je reifer Bananen sind, desto süsser schmecken sie. Nach gut einer halben Stunde sind die Kisten, die hier gepackt werden, voller Lebensmittel.Bereit, um abgeholt zu werden.

Gutes tun statt wegwerfen
Seit über zehn Jahren pflegt Volg eine Partnerschaft mit karitativen Organisationen, die übrig gebliebene Lebensmittel an Bedürftige verteilen. Diese Esswaren sind einwandfrei, aber nicht mehr für den Verkauf im Laden geeignet. Das liegt zum Beispiel an mangelnder Frische, die vorwiegend bei Früchten und Gemüse zu beobachten ist: nicht mehr knackige Blätter, braune Stellen, unschöne Dellen. Anstatt diese Esswaren wegzuwerfen, unterstützt Volg deren sinnvolle Weiterverwendung und spendet sie. Zum Beispiel «Tischlein deck dich», einem rein über Spenden finanzierten Verein, der seit seiner Gründung 1999 übrig gebliebene Lebensmittel sammelt und an armutsbetroffene Menschen verteilt. Dieses Angebot ersetzt zwar keinen Wocheneinkauf, hilft aber, ein knappes Haushaltsbudget zu entlasten. Jede Woche erreicht die Organisation an ihren 149 Abgabestellen über 22 000 Menschen in Not, wofür sich mehr als 3300 freiwillige Mitarbeitende engagieren.

Spenden, was dringend benötigt wird
Gefragt sind nicht nur Frischprodukte. Gerne entgegengenommen werden auch lang haltbare Grundnahrungsmittel wie Konserven oder Trockenreis sowie Hygieneartikel wie Taschentücher und Zahnbürsten, ja sogar Tiernahrung. Ähnlich ist es bei der «Schweizer Tafel»: Auch sie sammelt seit gut 20 Jahren überschüssige Lebensmittel und verteilt sie an soziale Institutionen wie Obdachlosenheime, Gassenküchen, Notunterkünfte oder Frauenhäuser. Damit wird jenen Menschen geholfen, die am dringendsten Unterstützung brauchen – wer wenig hat, kriegt so ein bisschen mehr von dem, was er benötigt. Den beiden Organisationen spendet Volg jährlich 50 bis 60 Tonnen Lebensmittel. Mit diesem Engagement unterstreicht Volg, dass Esswaren wertvolle Güter sind, die mit Sorgfalt und respektvoll zu behandeln sind. Auch wenn sie nicht mehr erstklassig aussehen mögen, sind sie doch eine willkommene, oft sogar ersehnte Spende für Menschen, deren finanzielle Möglichkeiten beschränkt sind.

Volg-Produkte zum Selbstkostenpreis
Lebensmittel kostenlos beziehen ist eine Möglichkeit. Sie vergünstigt zu erwerben, eine andere. Zum Beispiel in den schweizweit 21 Caritas-Märkten, die Bedürftigen den Bezug von Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu stark ermässigten Preisen erlauben – Menschen mit minimalem Einkommen erhalten so etwas mehr finanziellen Spielraum. Im Wert von jährlich mehreren Hunderttausend Franken überlässt Volg der Caritas Produkte der Eigenmarkenlinien Volg Marke und Volg Familienpreis zum Selbstkostenpreis.

Titelbild: Rund 50 bis 60 Tonnen Lebensmittel spendet Volg jährlich karitativen Organisationen.

 

Freiwillige organisieren bei «Tischlein deck dich» die Lebensmittelabgabe. Wer bei «Tischlein deck dich» Lebensmittel beziehen will, braucht eine Kundenkarte und bezahlt pro Einkauf einen symbolischen Franken.

 

Wir alle können etwas tun

An andere denken, Hilfe anbieten, Freude bereiten
Gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit wärmen aufmerksame Gesten Herz und Gemüt. Die Nachbarn mit selbstgebackenen Guetzli überraschen oder zu einem Glühwein einladen? Über solche Gesten der Nächstenliebe freuen sich die Beschenkten bestimmt. Die Kinder oder Enkel basteln gern und haben kleine «Kunstwerke» übrig? Anstatt in einer Schublade zu landen, zaubern sie bestimmt ein Lächeln auf das Gesicht von Personen ohne Angehörige. Helfen können wir auch vor unserer eigenen Haustüre, sei es für jemanden Einkäufe erledigen oder eine Mitfahrgelegenheit anbieten. Jetzt im Dezember sind Menschen ohne Auto vielleicht dankbar, wenn ihnen jemand den gekauften Weihnachtsbaum nach Hause transportiert.

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