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Das Bier mit dem Stier

In Altdorf wird aus reinstem Bergquellwasser ein Bier der Spitzenklasse gebraut. Erhältlich ist das Urner «Stiär Biär» als «Feins vom Dorf»-Spezialität im Volg Attinghausen.

Mit feurigen Augen schaut der Stier vom Flaschenetikett, eines seiner Hörner ist abgebrochen. «Das ist das Zeichen eines Kampfes, den er aber sicher gewonnen hat», sagt Urs Wagner und lacht. Der Geschäftsführer und Vertriebsleiter der Kleinbrauerei Stiär Biär in Altdorf weiss um die symbolträchtige Bedeutung des Tieres für den Kanton Uri. «Wild ist er, ungezähmt und stark. Wie unser Bier!»

Zurück zu den Wurzeln
Urs Wagner steht vor der Brauerei, die umringt von den mächtigen Berggipfeln am Fusse des Bannwaldes von Altdorf steht. Ein Gebäude mit einer langen Geschichte: 1866 als Brauhaus erbaut, wurde es einst als Militärspital genutzt und war jahrelang eine Armeeapotheke. Bis es vor ein paar Jahren wieder zu einer Brauerei wurde. Denn dafür ist das Haus perfekt geeignet: «Der Bau hat ausserordentlich dicke Mauern, teilweise sind sie über einen Meter tief. So haben wir im Innern ein stabiles und kühles Klima, was perfekt für das Brauen ist», erklärt Wagner und führt stolz durch die Katakomben mit modernsten Anlagen. An einem Computer sitzt der deutsche Braumeister Marius Prammer und kontrolliert den Herstellungsprozess. «Die Anlage läuft schon seit vier Uhr morgens vollautomatisch», erklärt er. Um perfektes Bier zu brauen, braucht es Hochtechnologie. Doch was heute in den alten Gemäuern steht, davon hatten die Gründer 2005 nicht mal geträumt, als sie eine regelrechte Bieridee hatten und hobbymässig im Keller einer Schattdorfer Backstube das Bier erfanden.

Erfolg dank grosser Beliebtheit
Das aus frischem Urner Bergquellwasser gebraute Bier fand damals schnell viele Freunde. Die Nachfrage stieg rasch und so musste bald eine neue Grundlage für die Mini-Brauerei gefunden werden. 2008 wurde eine AG gegründet, zwei Jahre später wurde die neue Brauerei in Betrieb genommen. «Wir haben inzwischen rund 1200 Aktionäre, die viel Geld in die modernen Anlagen gesteckt haben», erklärt Urs Wagner. So ist heute das Bier des Stiers breit in Uri verankert, 100 000 Liter in 8 Sorten verlassen jedes Jahr die Tanks.

Für jeden Geschmack das richtige Bier
Eine wichtige Rolle für den Erfolg spielte die Zusammenarbeit mit Volg. «Volg hat uns von Anfang an unterstützt. Das war enorm wichtig», so der Geschäftsführer. Im Volg Attinghausen sind die Biere der Kleinbrauerei erhältlich: «Äs Hells», ein süffiges Lagerbier mit Naturtrübung, und «Äs Panasch», ein Panaché mit spritzigem Urner Bergwasser mit Zitrusnoten. Ausserdem gibt es «Äs Dunkels», ein malziges Bier mit leichten Karamell- und Röstaromen.


Titelbild: Geschäftsführer Urs Wagner und Braumeister Marius Prammer vor der beeindruckenden Kulisse der Urner Berge (v.l.n.r.)

Jedes Jahr laufen über 300 000 Flaschen durch die Etikettiermaschine. Das Malz ist eine der Grundzutaten für das Urner Gebräu.

 

Die Biere von «Stiär Biär» sind im Volg Attinghausen UR als «Feins vom Dorf»-Spezialitäten erhältlich.

 

 

 

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