Suchen

Das Aroma der Berge

Sie heissen Blüemlisalp, Säntis oder Mont Soleil: Aus Kräutern stellt Familie Studer Teemischungen her. Im Volg Attiswil sind sie eine heiss begehrte lokale Spezialität.

An schönen Tagen ist der Blick vom Alpfelenhof im bernischen Attiswil atemberaubend. Vom Südhang des Juras sieht man die gesamte Alpenkette, in der Ferne grüssen die schneebedeckten Gipfel. «Diese Berge haben uns zu unseren Teemischungen inspiriert», sagt Lukas Studer. «Der Eiger-Tee beispielsweise enthält dunkle Pfefferminze in Anlehnung an die berühmte Nordwand. Der ‹Mönch› wiederum hat einen ruhigen Charakter und so wirkt auch die Kräutermischung beruhigend. Die ‹Jungfrau› hingegen ist frisch und belebend. » Neun Hausmischungen sind es, die die Familie Studer inzwischen anbietet. Basis dafür sind 30 Kräutersorten, die auf 600 bis 800 Metern Höhe und mit Bio-Knospe-Zertifizierung sorgsam angebaut werden. Ein Metier, das der Familie im Blut liegt. «Wir sind schon die siebte Generation. Mit den Kräutern waren meine Eltern einige der ersten in der Schweiz, welche vor über 40 Jahren damit angefangen haben», erinnert sich Lukas Studer.

Volg war von Anfang an dabei
Als er mit seiner Frau Daniela 2004 den Hof übernahm, war die Entscheidung daher klar: «Ab dann setzten wir voll auf Kräuter, das war immer schon unsere Leidenschaft.» Von Anfang an durften sie dabei auf den Volg im Dorf als Abnehmer ihrer Teemischungen zählen. Um Kräuter der Extraklasse zu erhalten, setzen die Studers auf möglichst schonende Behandlung. In einem Spezialverfahren bei relativ tiefen 38 Grad werden die ganzen Kräuter langsam getrocknet und danach unzerkleinert gelagert. «Das Geheimnis liegt darin, die Kräuter erst am Schluss, kurz vor dem Abpacken, zu zerkleinern», weiss der Kräuterbauer. Da es bei seinem Start dafür keine geeigneten Maschinen gab, musste Lukas Studer sie selber bauen. «Das sind teilweise 60, 70 Jahre alte Maschinen für die Getreide-Verarbeitung. Ich habe sie dann für die Kräuter umgebaut», erklärt der Tüftler stolz. Es braucht viel Handarbeit, um so zu arbeiten. Lukas Studer: «Jäten ist die grösste Herausforderung bei den Kräutern. Durch die zeitaufwendige Bewirtschaftung werden unsere Kräuter zwar etwas teurer, aber eben auch viel wertvoller.»

Alte Sorten neu entdeckt
Und es braucht eine gute Spürnase, um immer wieder neue Kräuter für den Anbau zu finden. Wobei viele Sorten gar nicht neu sind, sondern alt, aber nur noch an wenigen Orten zu finden. «Wie etwa die Multimentha, die wir als Erste in der Schweiz angepflanzt haben.» Gefunden hat Lukas Studer die spezielle Minze in Ostdeutschland. Seine Augen blitzen voller Leidenschaft, als er davon erzählt. Ganz sicher wird es auch in Zukunft noch viele neue Teemischungen vom Alpfelenhof geben.

Titelfoto: Daniela und Lukas Studer betreiben den Alpfelenhof in der siebten Generation.

Die frischen Kräuter werden sanft am Stück getrocknet und erst kurz vor dem Verpacken klein geschnitten. Daraus entstehen verschiedene Teesorten, die von den Gipfeln der Schweizer Alpen inspiriert sind.

 

Teemischung aus Attiswil
Im Volg Attiswil BE werden die Tees der Familie Studer, wie der Blüemlisalptee, als «Feins vom Dorf»-Spezialität angeboten.

 

 

 

Geben Sie ihren Suchbegriff oben ein und bestätigen Sie mit Return. Abbrechen mit Esc.