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Mit Laib und Leidenschaft

Silvia Birri-Meyer backt mit viel Hingabe Bauernbrote für den Volg im Dorf. Was als Hobby begann, ist heute ein Handwerk, bei dem beste Zutaten ebenso wichtig sind wie die Passion. 

In der Backstube riecht es verführerisch nach frischem Brot. Silvia Birri-Meyer nimmt eine Kiste mit Teig, misst mit schnellen Handgriffen Teiglinge ab und rollt sie mit geübten Griffen in Form. Ehemann Alex Birri-Meyer hilft tatkräftig mit, schiebt die geformten Teiglinge in den Ofen und holt die fertigen Brote wieder heraus. Ein Laib nach dem anderen kühlt auf dem Gitter aus. Dann geht es schon weiter. «Es muss laufen», sagt die Fricktalerin. «Wenn man dran ist, geht ein Arbeitsschritt in den nächsten über.» Dass die Bauerstochter einmal Brot für den Volg im Dorf zubereiten würde, war nicht geplant. Das Backen war zuerst einfach nur ihre private Leidenschaft. «Meine Mutter sagte mir, dass ich schon immer gerne am Ofen gestanden bin», erzählt sie und lacht. «Während sie draussen auf dem Feld war, war ich lieber in der Küche.» Guetzli und Gebäcke gehörten für sie schon als Kind dazu. Im Jahr 2000 begann Silvia Birri-Meyer, schliesslich Brot zu backen.

Zeit als wichtigste Zutat
Zuerst fingen ihre Backkünste im kleinen Rahmen an. Doch die Nachfrage im Bekanntenkreis stieg. Als die Familie später ins heutige Haus zog, kam eine professionelle Backstube dazu. «Damit können wir auch grössere Mengen produzieren.» Für den Volg Zeihen backt sie heute ein dunkles Bauernbrot. Das Rezept dazu hat sie selber ausgetüftelt. «Ich habe ausprobiert, angepasst und weitergemacht.» Was bei ihrem Brot besonders wichtig ist, ist die lange Ruhezeit des Teigs. «Auf zehn Kilogramm Mehl kommt bei mir nur sehr wenig Hefe, nur ein Würfel», sagt sie. Danach ruht der Teig acht bis zehn Stunden. «Das gibt mehr Aroma und das Brot bekommt eine schöne Struktur.» Beim Mehl setzt Silvia Birri-Meyer auf die Nachbarschaft. Es stammt von einer Getreidemühle aus der Nähe. Die Fricktalerin verwendet verschiedene Sorten und mischt sie nach eigenem Rezept selber zusammen. Ihr Arbeitstag beginnt früh. Unter der Woche steht Silvia Birri-Meyer oft um 4 Uhr in der Backstube. Die frühe Tageszeit
macht ihr nichts aus, im Gegenteil. Sie geniesst die Stille: «Wenn der Ofen gefüllt ist und für einen Moment Ruhe einkehrt, entsteht eine besondere Stimmung. Vieles an diesem Betrieb ist bodenständig und nah. Vielleicht ist genau das spürbar, wenn sie über ihre Arbeit spricht. Silvia Birri-Meyer verliert keine grossen Worte; sie mag es kurz. Auch wenn es um die Frage geht, was sie am Brotbacken fasziniert: «Ich mache es halt einfach gern.» Diese tiefe innere Verbundenheit zum Backen steckt in jedem Laib ihrer Bauernbrote.

 

Mit geübten Bewegungen wird der Teig mit Mehl der Fricktaler Altbachmühle in Form gebracht.

 

 


Alex Birri-Meyer hilft beim Backen der Brote für die Kundinnen und Kunden im Volg Zeihen tatkräftig mit.
 

 


Im Ofen sind die knusprigen Bauernbrote von Silvia Birri-Meyer bald fertig.

 

Bauernbrot aus Zeihen AG
Die Bauernbrote von Silvia Birri-Meyer aus dunklem Mehl sind als «Feins vom Dorf»-Spezialität im Volg Zeihen erhältlich.

 

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