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Arvenlikör aus luftiger Höhe

Auf abenteuerliche Weise produziert Werner Bodenmann im Prättigau einen einzigartigen Arvenlikör. Sein «Arven Zäpfler» ist im Volg Pany GR erhältlich und sorgt bei Einheimischen wie Feriengästen für Verzückung.

Bevor Werner Bodenmann seinen Likör herstellen kann, muss er hoch hinaus. Schwindelerregend hoch. «Bei uns wachsen Arvenbäume auf einer Höhe von 1600 bis 2000 Meter über Meer», erklärt der Bündner. So fährt er also am Feierabend oder Wochenende hinauf in die Berge und hält Ausschau nach einem Baum mit vielen Arvenzapfen, die bei den Arven im oberen Drittel der Baumkrone hängen. Danach kommt der schwierige Teil: Nur mit einem Seil ausgerüstet steigt Werner Bodenmann den knorrigen Stamm hinauf. Ein abenteuerliches Unterfangen, das viel Adrenalin freisetzt: «Die besten Bäume wachsen mehrheitlich am Felsen. Beim Gipfel ist es ziemlich schmal, und wenn es dann noch windet, komme ich schon mal ins Schwitzen», sagt er lachend. Zum Glück ist der gelernte Zimmermann schon von Berufs wegen schwindelfrei.

Die Zutaten bleiben geheim
Gesammelt werden die Arvenzapfen im Juni. In seinem schönen Bauernhaus in Luzein mit zauberhaftem Ausblick ins mittlere Prättigau schneidet Werner Bodenmann dann die noch weichen Zapfen in kleine Stücke: Dann vermischt er sie mit Alkohol und ein paar geheimen Zutaten, die er nicht verraten will. Kein Wunder, denn: «Ich habe vier Jahre daran herumgetüftelt, bis der Geschmack perfekt war.» Es sei gar nicht so einfach gewesen, den charakteristischen Arvenduft zur Entfaltung zu bringen. «Einmal war der Alkohol zu stark oder der Likör zu süss.» Ist der rote Genuss fertig, werden in der Küche der Bodenmanns jährlich zwischen 80 und 100 Liter abgefüllt.

Alles begann mit Grosis Sirup
Die Leidenschaft für die Arvenprodukte liegt in der Familie, schon die Grossmutter hat Sirup aus den Zapfen hergestellt. Mit Sirup hat denn auch Werner Bodenmann begonnen. «Doch dann wollte ich etwas Eigenes aus dem Naturprodukt machen.» Und so entstand der Likör, den er liebevoll «Arven Zäpfler» nennt. Zuerst nur für den Hausgebrauch und als Geschenk für Freunde und Familie gedacht, wurde die Produktion immer grösser: «Bis meine Frau mal sagte, dass ich den doch auch verkaufen sollte, wenn ich schon so viel Arbeit damit habe.»

Willkommener Abnehmer ist seit 2015 der Volg Pany, im idyllischen Bergdorf am sonnigen Südhang. Feriengäste wie Einheimische schätzen den unvergleichlichen Geschmack des roten Arvenlikörs, der von hoch oben herkommt und auch geschmacklich zu einem Höhenflug ansetzt.

Die Freude an Arvenprodukten ist in Werner Bodenmanns Familie Tradition – der «Arven Zäpfler» ist seine Kreation.Oben: Die Arvenzapfen-Ernte findet in schwindelerregender Höhe statt. Die noch weichen Zapfen werden in Stücke geschnitten und danach eingelegt. Intakte Arvenzapfen sind selten, da sie auch Leckerbissen für Vögel wie den Tannenhäher sind.

 

Der «Arven Zäpfler» ist eine von rund 10 000 «Feins vom Dorf»-Spezialitäten. «Feins vom Dorf» hält, was der Name verspricht: Die Produkte sind nur im Volg im jeweiligen Dorf oder Nachbardorf erhältlich. Entdecken Sie
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